Hans ARENDS (den Bosch / NL)

„LEBENS-STRUKTUREN” 

Objekte, Material-Kollagen, Drucke

• Der Künstler Hans ARENDS aus s’Hertogenbosch ( NL ) arbeitet seit mehreren Jahren an „Bildern“, die – wie er sagt – „ihr Entstehen ihrem eigenen Bewusstsein verdanken, das sich von unserem grundsätzlich unterscheidet.“ Anders als bei der traditionellen Arbeit mit Zeichenstift oder Pinsel sucht Arends im gewachsenen, organischen Material nach dort bereits enthaltenen Formen und Strukturen.

Die Bild-Erarbeitung

Durch Längs- und Quer­schnitte oder durch diagonales Auf­sägen von Hölzern an verschiedenen Stellen ergeben sich für ihn beispielsweise unterschiedliche Durchschnitte, Spiegelungen und Variationen. Die plötzlich entdeckte Individualität des Gegenstands oder die sich aufdrängende Symmetrie können Ausgangspunkte für zwei- wie dreidimensionale Arbeiten sein.Erkennbar bleibt immer der Stoff, dem das Kunstwerk nachfolgt und durch den es inspiriert worden ist – dies sind immer Dinge / Objekte aus der Natur.
Eine Koralle oder ein Schwamm werden zum Druckstock. Ein anderes Mal sind es die Scheiben eines zermorschten Baumes, die nach dem Druck als ein Fries eigenständiger wie auch verwandterer Zeichen erscheinen. Aus Maserungen im Holz werden Grafiken. Die „traurige” Versammlung von Froschleibern ( = nach dem Überfahren vom Asphalt aufgenommen; ledrig, flach, ausgetrocknet) ist sowohl großes grafisches Muster als auch Ausdruck der Empathie des Künstlers mit der gefährdeten Natur.

Bauzeichnungen des Lebens

Alle Arbeiten von Hans ARENDS wollen – bewusst und ausdrücklich – Wachstum und Veränderung als allgemeinen (pflanzlich-tierisch-menschlichen) Lebensrahmen begreifen und die Individualität aller Wesen aus einem gemeinsamen Welt-Zusammenhang zeigen. Sie lassen sich, wie Hans ARENDS es ausdrückt, seine Kunstwerke als „Bauzeichnung des natürlichen Lebens“ lesen .

HANS ARENDS

arbeitet freischaffend als Musiker und bildender Künstler.
Studium und Lehrtätigkeit an der Kunsthochschule s’Hertogenbosch (Niederlande).

Die Ausstellung fand statt vom 20. Oktober bis zum 28. Dezember 2002.


Hans ARENDS bei der Hängung »Froschfriedhof«

Auswahl aus der Ausstellungg 2002

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