esther wiswe

„konstruktivitäten“

„Ein „Konstrukt“ – eine Grundform – viele Varianten.

Zurückgreifend auf ein und denselben Ursprung ergeben sich immer neue Konstruktionen mit völlig unterschiedlichen Aussagen. Die Urform reformiert sich und ändert dabei, trotz identischer Basis, ihren Sinn.

Die Basis „Mensch“ bildet sich inhaltlich in unzähligen Beziehungskonstellationen um. Es genügt eine winzige Wendung in Mimik, Gedanken oder Lebensumständen des Selbst oder des Gegenübers, um eine bisherige Relation in ihrer wesentlichen Form umzugestalten.“

Esther Wiswe, 2017

Die wArtehalle Welchenhausen eröffnet ihr Museumsjahr 2017 am Ostermontag mit Werken der Bildhauerin Esther Wiswe.

Die in der Westeifel lebende und arbeitende Künstlerin verwendet bevorzugt schwarzen Basaltstein, den sie regelmäßig mit Holz kombiniert. 2016 erhielt sie für ihre ruhigen und schlichten geometrischen Skulpturen den Förderpreis der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler (EVBK). Esther Wiswe umging ganz bewusst eine akademische Kunstausbildung, wollte sich unbeeinflusst ganz auf ihre eigenen Ideen und Vorstellungen konzentrieren. Stattdessen absolvierte sie eine dreijährige handwerkliche Steinmetz- und Bildhauerlehre. In diesem „Brotberuf“ arbeitend entwickelt sie anhand kleinformatiger Skulpturen Modelle großer Arbeiten für den öffentlichen Raum, ihrem eigentlichen künstlerischen Ziel.

Nun wird Welchenhausen seit dem vergangenen Jahr von großen Kanal- und Straßenbauarbeiten geplagt (Den Besuchern der letzten Vernissagen werden diverse Stolperfallen in unangenehmer Erinnerung sein!), die hoffentlich in diesem Jahr abgeschlossen werden. Im Zuge dessen wird auch der Platz vor der Welchenhausener Grenzbrücke erneuert, der künftig nicht nur als Rastplatz für Touristen genutzt werden soll, sondern in erster Linie für diverse Festivitäten und Veranstaltungen der Dorfbewohner.

l: Der Brückenplatz von Süden Anfang März 201, r: Brückenplatz von Norden mit Standort der Skulptur

Schon länger besteht der Wunsch, dem Platz an seiner Nordseite, die an ein Brachgrundstück grenzt, mit einer großformatigen Skulptur einen Abschluss zu geben. Diese sollte sich nicht nur ansehnlich in unsere Sammlung der KultOurtal-Straße einreihen, sondern möglichst auch „nutzbar“ sein, als Sitzgelegenheit für Wanderer und Radtouristen oder als Klettermöglichkeit für Kinder.

Der Museumsverein wArtehalle Welchenhausen hat nun Esther Wiswe gebeten – neben ihren Arbeiten aus schwarzem Basalt –, ein Modell für eine derartige Plastik zu entwerfen. Das erarbeitete Modell dieser „STAMM-TISCH“ betitelten Skulptur wurde in der Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Im Original wird sie eine Länge von 11 Metern bei einer Höhe von etwa einem Meter erreichen.

Für die Realisierung dieses Projekts haben Mitglieder des Museumsvereins sechs alte Eichbäume gestiftet, die bereits gefällt wurden und im Sommer im Lützkämper Sägewerk zugeschnitten werden.

Mitglieder des Museumsvereins wArtehalle Welchenhausen beim Fällen der Bäume für die Skulptur

Honorigerweise verzichtet die Künstlerin auf jegliche Entlohnung. Lediglich für den erforderlichen schwarzen Basaltstein werden über das Jahr 2017 Sponsoren gesucht.


Jede finanzielle Unterstützung des Projekts „KultOurtal-Straße“ ist herzlich willkommen. Als gemeinnützig anerkannt, kann der „Museumsverein wArtehalle Welchenhausen e.V.“ Spendenbescheinigungen für das Finanzamt ausstellen.

Jeder Spender (mit Angabe von Name und Adresse und dem Vermerk „STAMM-TISCH“) auf das Konto des Museumsvereins:

Museumsverein wArtehalle Welchenhausen e.V.
Raiffeisenbank Westeifel e.G., BIC: GENODED1WSC
IBAN: DE06 5866 1901 0000 3367 00

erhält umgehend eine Spendenbescheinigung und wird selbstverständlich schriftlich zu einem großen Fest anlässlich der Einweihung der „KultOurtal-Straße“ und Enthüllung des „STAMM-TISCHs“ im Sommer 2018 eingeladen!



Impressionen von der Vernissage am 17.4.2017 in Welchenhausen

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