Bildhauersymposium

Im August 2017 unternehmen Andreas Kruppert, Verbandsgemeindebürgermeister von Arzfeld und Dr. Christof Thees, der Vorsitzende des Museumsvereins „wArtehalle Welchenhausen“ eine Reise nach Bitburg. Beim Landrat des Eifelkreises, Dr. Joachim Streit, wollen sie um finanzielle Unterstützung für das Projekts „KultOurtal-Straße“ werben.

Der kunstbegeisterte Landrat sichert nicht nur großzügige Unterstützung zu. Angesichts dessen, was eine Dorfinitiative seit eineinhalb Jahrzehnten auf die Beine stellte, fragt er beiläufig, ob sich der Verein zutraut, ein internationales Bildhauersymposium zu organisieren.

Trauen wir uns das zu? Wir trauen uns!

Dann wird es konkret: Zunächst wird ein künstlerischer Leiter für das Projekt gesucht und gefunden: Christoph Mancke, renommierter Eifeler Bildhauer mit Erfahrung in der Organisation derartiger Symposien. Landrat Dr. Streit sichert über die Dr. Hanns-Simon-Stiftung die Finanzierung, der Kreistag stimmt zu.

Die Nachbargemeinden, Burg Reuland in Belgien und Clerf in Luxemburg unterstützen das Projekt ebenfalls.

Schließlich folgt die öffentliche Ausschreibung für KünstlerInnen der drei Nachbarländer Belgien, Luxemburg und Deutschland.

Nach einer ersten Sichtung der mehrere Dutzend Bewerbungen, bittet die Jury vierzehn KünstlerInnen, einen konkreten Entwurf einzureichen.

In der zweiten Sitzung im Januar 2018 wählt die Jury neun BildhauerInnen aus, die vom 13. Juli bis zum 10. August 2019 im 25-Seelen Dorf Welchenhausen leben und arbeiten werden.

Internationales Bildhauersymposium Welchenhausen 2019″

Im Sommer 2019 sind neun Bildhauerinnen aus Belgien, Luxemburg und Deutschland für vier Wochen in Welchenhausen zu Gast. An der Grenzbrücke über die Our ist ihr „Freiluftatelier“ eingerichtet. Dort arbeiten sie werktags öffentlich an ihren Skulpturen. Die werden dann entlang eines Wanderwegs aufgestellt, der das belgisch/deutsche Stoubach/Stupbach über Welchenhausen mit dem Dreiländereck in Ouren verbindet – der „Skulpturenweg Welchenhausen“.

Der Museumsverein wArtehalle Welchenhausen präsentiert seit 2002 zeitgenössische Kunst schranken- und schwellenfrei für jedermann in einem öffentlichen Buswartehäuschen.

Das Internationale Bildhauersymposium erweitert die Sicht auf Kunst. Alle Besucher haben hier die Gelegenheit, die Herstellung von Kunstwerken zu beobachten. Den KünstlerInnen vor Ort kann und soll bei der Arbeit zugeschaut, mit ihnen über ihre Ideen, Intentionen, ihre Technik diskutiert werden. Im Mittelpunkt steht nicht mehr „nur“ das fertige Produkt, sondern die Künstler und ihre Arbeit.

Im Mittelpunkt steht auch das Dorf Welchenhausen, ein Ortsteil von Lützkampen. Zahlreiche Mitglieder des Museumsvereins und Mitbürger stellten ihre organisatorischen und technischen Kapazitäten zur Verfügung. Darüber hinaus betreuten sie die Künstler während der Arbeit und auch „nach Feierabend“. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass das Internationale Bildhauersymposium Welchenhausen ein großer Erfolg wurde.


nach oben