3 Räume 3 Orte / 20 Jahre Museum

 

1. Ort: Hoch über dem Ourtal. Hier steht eine zwei-teilige Stahlskulptur. Die organisch geformten, raumgreifenden Teile von 280 cm Höhe erinnern uns an Menschen – mal männlich, mal weiblich?

„Pas de deux“ hat die Künstlerin Angela Junk-Eichhorn ihr Werk genannt. Der Paartanz beschreibt die Intention: Die Partner bewegen sich harmonisch, werden im Tanz eins!

Der Entwurf stammt von 1995 und war ausge-stellt in der Orgelfabrik in Karlsruhe. Hier im Ourtal werden die Figuren erstmals in Stahl realisiert.

Aus einer Fläche wird eine Skulptur, Zweidimensionales verwandelt sich in etwas Räumliches, der Zwischenraum vereint die Körper.

Die Gruppe steht in Deutschland und schaut nach Belgien. Grenzen sind heute kaum spürbar – Europa eben.

Grenze und Grenzüberschreitung waren in der Jugend der Künstlerin von Bedeutung. Dieser Ort der Verschmelzung ist ihr daher wichtig. Inspiriert wurde die Arbeit durch „Pictors Verwandlungen“ von Hermann Hesse.

Am 2. Ort in Welchenhausen- wieder ein Körper, doch ganz anders: vier großdimensionierte Gemälde bilden

einen Kubus. Die Gemälde aus dem Projekt „Kunst an der Plakatwand“, dessen Initiatorin die Künstlerin ist, fordern die Phantasie und die Intuition des Betrachters heraus.

Die „Grenzbegegnungen“ des Projekts waren 2007, vor fünfzehn Jahren, im Ourtal zu sehen. Den Rahmen bildeten „Luxemburg und Großregion“ als Kulturhauptstadt Europas.

Der Inhalt der Gemälde bezieht sich auf die Eifel, die Heimat der Künstlerin.

Der 3. Ort wieder ein Raumkörper ist Architektur. Dieser Raum ist eine Bus-Wartehalle und birgt ein Museum. Die malerischen Impressionen setzen die Reihe „Landstücke“ fort die für die Ausstellung „Wechselbeziehungen – Malerei und Musik“ in Karlsruhe als Eifellandschaften entstanden sind. Die kleinformatigen Bilder in lebhaften Farben bringen das Museum in der wArtehalle zum Klingen.

„Die Landschaft meiner Heimat hat etwas Musikalisches“, sagt die Künstlerin Angela Junk-Eichhorn.


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